Kurz & knapp: Die Skala reicht von A+ (bis 30 kWh/m²·a, sehr effizient) bis H (über 250 kWh/m²·a). Maßgeblich ist der Endenergiekennwert in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Als gut gelten die Klassen A+ bis C.

Die Effizienzskala im Energieausweis

Die Skala reicht von A+ (bis 30 kWh/m²·a, sehr effizient) bis H (über 250 kWh/m²·a). Maßgeblich ist der Endenergiekennwert in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Er stammt aus dem Bedarfs- oder Verbrauchsausweis und muss bereits in jeder Immobilienanzeige genannt werden (§ 87 GModG).

Energieeffizienzklassen-Tabelle: die Klassen im Überblick (kWh/m²·a)

Die folgende Übersicht zeigt alle Klassen von A+ (beste Klasse) bis H (schlechteste Klasse) mit ihrem jeweiligen Endenergie-Bereich in kWh/(m²·a).

Energieeffizienzklassen A+ bis H für Wohngebäude: Endenergie in kWh/(m²·a) Stand: 11.09.2026
Klasse Endenergie in kWh/(m²·a) Einordnung Typisches Gebäude
A+ ≤ 30 sehr gut Sehr effizient – z. B. Passivhaus, Effizienzhaus 40
A > 30 – ≤ 50 sehr gut Effizienter Neubau, sehr gut saniert
B > 50 – ≤ 75 gut Guter Neubau- bzw. Sanierungsstandard
C > 75 – ≤ 100 gut Moderner Standard, teilsaniert
D > 100 – ≤ 130 durchschnittlich Durchschnittlicher Bestand
E > 130 – ≤ 160 unterdurchschnittlich Älterer, wenig sanierter Bestand
F > 160 – ≤ 200 unterdurchschnittlich Sanierungsbedarf
G > 200 – ≤ 250 schlecht Hoher Energieverbrauch
H > 250 sehr schlecht Unsaniert, dringender Handlungsbedarf

Werte nach Anlage 10 GModG (zu § 86) für Wohngebäude. Die Grenzen sind Obergrenzen einschließlich: Das Gesetz schreibt „≤ 30“ für A+, „≤ 50“ für A und so weiter bis „≤ 250“ für G; nur H ist als „> 250“ definiert. Ein Kennwert von genau 30 kWh/(m²·a) gehört damit zur Klasse A+, genau 250 zur Klasse G.

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Ihre Klasse ergibt sich allein aus dem Endenergie-Kennwert in kWh/(m²·a). Kennwert aus dem Ausweis eingeben, oder Verbrauch und Wohnfläche, und sofort sehen, in welcher Klasse Ihr Haus liegt (Richtwert).

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Welche Energieeffizienzklasse ist gut – ist Klasse D noch okay?

Als gut gelten die Klassen A+ bis C; Neubauten erreichen meist A+ bis B. Der Großteil des deutschen Gebäudebestands liegt aber im Mittelfeld D bis G – eine Klasse D oder E ist für ein unsaniertes Haus also normal und kein Alarmsignal. Erst bei G und H ist mit deutlich höheren Heizkosten zu rechnen. Grobe Einordnung:

  • A+ bis B – sehr effizient, typisch für Neubau und Kernsanierung.
  • C bis D – guter bis durchschnittlicher Bestand, oft teilsaniert.
  • E bis F – unsanierter Altbau, spürbare Heizkosten.
  • G bis H – hoher Verbrauch, hier lohnt sich eine Sanierung am deutlichsten.

Zwischen zwei benachbarten Klassen – etwa D oder E – entscheidet der genaue kWh-Wert; die Grenzen sind fließend, D ist dabei die bessere (effizientere) der beiden. Wie Sie von einer schlechteren in eine bessere Klasse kommen, zeigt Effizienzklasse verbessern.

So lesen Sie Ihre Klasse

Im Energieausweis markiert ein Pfeil auf der farbigen Skala Ihre Klasse. Je weiter links (grün), desto effizienter das Gebäude. Der zugehörige Zahlenwert ist der Endenergiebedarf bzw. -verbrauch in kWh pro Quadratmeter und Jahr. Auf welcher Seite die Skala steht und was die übrigen Angaben im Dokument bedeuten, zeigt Energieausweis lesen und verstehen. Ihre Klasse ist schlechter als gewünscht? Auf der Seite Effizienzklasse verbessern finden Sie Maßnahmen mit Kosten und Wirkung.

Gibt es eine Sanierungspflicht bis 2030?

Eine pauschale „Sanierungspflicht bis 2030“ für eine bestimmte Effizienzklasse gibt es im deutschen Recht nicht. Die früheren Nachrüstpflichten, die an einen Eigentümerwechsel anknüpften – die Dämmung der obersten Geschossdecke (§ 47 GEG a. F.) und das Betriebsverbot für über 30 Jahre alte Heizkessel (§ 72 GEG a. F.) –, sind mit der GModG-Reform 2026 entfallen; beide Paragrafen sind weggefallen. Die EU-Ziele für 2030 und 2033 sind Durchschnittsziele für den gesamten Gebäudebestand, keine Vorgaben pro Gebäude. Die Energieeffizienzklasse gibt Käufern und Mietern einen schnellen Hinweis auf die zu erwartenden Energiekosten.

Häufige Fragen zu den Effizienzklassen

Was bedeuten die Energieeffizienzklassen A+ bis H?

Die Energieeffizienzklassen reichen von A+ (sehr effizient, bis 30 kWh pro m² und Jahr) bis H (sehr hoher Energiebedarf, über 250 kWh pro m² und Jahr). Die Grenzen sind Obergrenzen einschließlich: Anlage 10 GModG nennt für A+ „≤ 30“, ein Wert von genau 30 gehört also noch zu A+. Sie zeigen auf einen Blick, wie energieeffizient ein Gebäude ist.

Welche Energieeffizienzklasse ist gut?

Als gut gelten die Klassen A+ bis C. Neubauten erreichen meist A+ bis B. Ein großer Teil des Gebäudebestands liegt im Bereich D bis G.

Ist die Energieeffizienzklasse D noch gut?

Klasse D liegt im Mittelfeld und ist für ein unsaniertes Bestandshaus normal. Als „gut“ gelten A+ bis C, doch der Großteil des deutschen Gebäudebestands liegt zwischen D und G. Erst ab Klasse G oder H ist mit deutlich höheren Heizkosten zu rechnen.

Was ist besser – Energieeffizienzklasse D oder E?

Klasse D ist besser als E, weil sie näher an A+ liegt und einen niedrigeren Energiekennwert bedeutet. Die Grenzen zwischen benachbarten Klassen sind fließend; entscheidend ist der genaue Wert in kWh pro Quadratmeter und Jahr.

Wo finde ich meine Energieeffizienzklasse?

Im Energieausweis markiert ein Pfeil auf der farbigen Skala Ihre Klasse. Der zugehörige Zahlenwert ist der Endenergiebedarf bzw. -verbrauch in kWh pro Quadratmeter und Jahr.

Gibt es eine Sanierungspflicht bis 2030?

Nein, eine pauschale Sanierungspflicht bis 2030 für eine bestimmte Effizienzklasse gibt es im deutschen Recht nicht. Die früheren Nachrüstpflichten, die an einen Eigentümerwechsel anknüpften, sind mit der GModG-Reform 2026 entfallen (§ 47 und § 72 GEG a. F.: weggefallen). Die EU-Ziele für 2030 und 2033 sind Durchschnittsziele für den gesamten Gebäudebestand.

Zuletzt aktualisiert am 2026-09-11.