Kurz & knapp: Die Skala reicht von A+ (unter 30 kWh/m²·a, sehr effizient) bis H (über 250 kWh/m²·a). Maßgeblich ist der Endenergiekennwert in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Als gut gelten die Klassen A+ bis C.
Die Effizienzskala im Energieausweis
Die Skala reicht von A+ (unter 30 kWh/m²·a, sehr effizient) bis H (über 250 kWh/m²·a). Maßgeblich ist der Endenergiekennwert in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Er stammt aus dem Bedarfs- oder Verbrauchsausweis und muss bereits in jeder Immobilienanzeige genannt werden (§ 87 GEG).
Energieeffizienzklassen-Tabelle: die Klassen im Überblick (kWh/m²·a)
Die folgende Übersicht zeigt alle Klassen von A+ (beste Klasse) bis H (schlechteste Klasse) mit ihrem jeweiligen Endenergie-Bereich in kWh/(m²·a).
- A+ unter 30 kWh/(m²·a) Sehr effizient – z. B. Passivhaus, Effizienzhaus 40
- A 30 – 50 kWh/(m²·a) Effizienter Neubau, sehr gut saniert
- B 50 – 75 kWh/(m²·a) Guter Neubau- bzw. Sanierungsstandard
- C 75 – 100 kWh/(m²·a) Moderner Standard, teilsaniert
- D 100 – 130 kWh/(m²·a) Durchschnittlicher Bestand
- E 130 – 160 kWh/(m²·a) Älterer, wenig sanierter Bestand
- F 160 – 200 kWh/(m²·a) Sanierungsbedarf
- G 200 – 250 kWh/(m²·a) Hoher Energieverbrauch
- H über 250 kWh/(m²·a) Unsaniert, dringender Handlungsbedarf
Werte gemäß der Einteilung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG, Anlage 10 zu § 86) für Wohngebäude; Orientierungswerte, gerundet.
Die Energieeffizienzklasse für Ihr Haus berechnen können Sie mit dem Effizienzklassen-Rechner (Richtwert).
Welche Energieeffizienzklasse ist gut – ist Klasse D noch okay?
Als gut gelten die Klassen A+ bis C; Neubauten erreichen meist A+ bis B. Der Großteil des deutschen Gebäudebestands liegt aber im Mittelfeld D bis G – eine Klasse D oder E ist für ein unsaniertes Haus also normal und kein Alarmsignal. Erst bei G und H ist mit deutlich höheren Heizkosten zu rechnen. Grobe Einordnung:
- A+ bis B – sehr effizient, typisch für Neubau und Kernsanierung.
- C bis D – guter bis durchschnittlicher Bestand, oft teilsaniert.
- E bis F – unsanierter Altbau, spürbare Heizkosten.
- G bis H – hoher Verbrauch, hier lohnt sich eine Sanierung am deutlichsten.
Zwischen zwei benachbarten Klassen – etwa D oder E – entscheidet der genaue kWh-Wert; die Grenzen sind fließend, D ist dabei die bessere (effizientere) der beiden. Wie Sie von einer schlechteren in eine bessere Klasse kommen, zeigt Effizienzklasse verbessern.
So lesen Sie Ihre Klasse
Im Energieausweis markiert ein Pfeil auf der farbigen Skala Ihre Klasse. Je weiter links (grün), desto effizienter das Gebäude. Der zugehörige Zahlenwert ist der Endenergiebedarf bzw. -verbrauch in kWh pro Quadratmeter und Jahr. Ihre Klasse ist schlechter als gewünscht? Auf der Seite Effizienzklasse verbessern finden Sie Maßnahmen mit Kosten und Wirkung.
Gibt es eine Sanierungspflicht bis 2030?
Eine pauschale „Sanierungspflicht bis 2030“ für eine bestimmte Effizienzklasse gibt es im deutschen Recht nicht. Konkrete Pflichten – etwa die Dämmung der obersten Geschossdecke oder der Austausch sehr alter Heizkessel – knüpfen an Anlässe wie einen Eigentümerwechsel an, nicht an ein festes Jahr für alle Häuser. Die EU-Ziele für 2030 und 2033 sind Durchschnittsziele für den gesamten Gebäudebestand, keine Vorgaben pro Gebäude. Die Energieeffizienzklasse gibt Käufern und Mietern einen schnellen Hinweis auf die zu erwartenden Energiekosten.
Häufige Fragen zu den Effizienzklassen
Was bedeuten die Energieeffizienzklassen A+ bis H?
Die Energieeffizienzklassen reichen von A+ (sehr effizient, unter 30 kWh pro m² und Jahr) bis H (sehr hoher Energiebedarf, über 250 kWh pro m² und Jahr). Sie zeigen auf einen Blick, wie energieeffizient ein Gebäude ist.
Welche Energieeffizienzklasse ist gut?
Als gut gelten die Klassen A+ bis C. Neubauten erreichen meist A+ bis B. Ein großer Teil des Gebäudebestands liegt im Bereich D bis G.
Ist die Energieeffizienzklasse D noch gut?
Klasse D liegt im Mittelfeld und ist für ein unsaniertes Bestandshaus normal. Als „gut“ gelten A+ bis C, doch der Großteil des deutschen Gebäudebestands liegt zwischen D und G. Erst ab Klasse G oder H ist mit deutlich höheren Heizkosten zu rechnen.
Was ist besser – Energieeffizienzklasse D oder E?
Klasse D ist besser als E, weil sie näher an A+ liegt und einen niedrigeren Energiekennwert bedeutet. Die Grenzen zwischen benachbarten Klassen sind fließend; entscheidend ist der genaue Wert in kWh pro Quadratmeter und Jahr.
Wo finde ich meine Energieeffizienzklasse?
Im Energieausweis markiert ein Pfeil auf der farbigen Skala Ihre Klasse. Der zugehörige Zahlenwert ist der Endenergiebedarf bzw. -verbrauch in kWh pro Quadratmeter und Jahr.
Gibt es eine Sanierungspflicht bis 2030?
Nein, eine pauschale Sanierungspflicht bis 2030 für eine bestimmte Effizienzklasse gibt es im deutschen Recht nicht. Konkrete Pflichten knüpfen an Anlässe wie einen Eigentümerwechsel an, nicht an ein festes Jahr. Die EU-Ziele für 2030 und 2033 sind Durchschnittsziele für den gesamten Gebäudebestand.
Zuletzt aktualisiert am 2026-07-12.