Kurz & knapp: Der Verbrauchsausweis bewertet ein Gebäude anhand des tatsächlichen Energieverbrauchs der letzten drei Jahre. Er ist günstiger und schneller als der Bedarfsausweis, hängt aber vom Heizverhalten der Bewohner ab. Für die meisten Bestandsgebäude ist er zulässig.

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Verbrauchsausweis erklärt – der Energieausweis auf Basis des tatsächlichen Verbrauchs der letzten drei Jahre
Verbrauchsausweis: der Ausweis auf Basis des realen Verbrauchs der letzten drei Jahre

Was ist ein Verbrauchsausweis?

Der Verbrauchsausweis ist eine der beiden Arten des Energieausweises. Er beruht auf dem tatsächlich gemessenen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasser und spiegelt damit wider, wie das Gebäude bisher genutzt wurde. Weil keine technische Analyse der Bausubstanz nötig ist, lässt er sich meist schnell und günstig online erstellen. Die objektivere Alternative ist der Bedarfsausweis; welcher passt, klärt der Vergleich beider Arten.

Datenbasis: der Verbrauch der letzten drei Jahre

Grundlage sind die Verbrauchsdaten von drei zusammenhängenden Jahren – in der Regel aus den Heizkostenabrechnungen. Daraus wird der Energieverbrauchskennwert in kWh pro Quadratmeter und Jahr berechnet; längere Leerstände werden rechnerisch berücksichtigt. Aus dem Kennwert ergibt sich die Energieeffizienzklasse A+ bis H.

Sie benötigen dafür:

  • Heizkostenabrechnungen bzw. Verbrauchsdaten der letzten 3 Jahre,
  • Angaben zu Baujahr und Wohnfläche,
  • Art der Heizung und des Energieträgers.

Wann ist der Verbrauchsausweis zulässig?

Für die meisten Gebäude ist der Verbrauchsausweis erlaubt. Nicht zulässig ist er, wenn ein Bedarfsausweis Pflicht ist – das betrifft vor allem Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen mit Bauantrag vor dem 1. November 1977, die nicht auf den Stand der 1. Wärmeschutzverordnung modernisiert wurden, sowie Neubauten. Unsicher? Der „Welcher Energieausweis?“-Test klärt es in wenigen Schritten.

So erstellen Sie einen Verbrauchsausweis online

Weil keine Vor-Ort-Begehung nötig ist, lässt sich der Verbrauchsausweis vollständig online erstellen – in vier Schritten:

  1. Verbrauchsdaten sammeln: Heizkostenabrechnungen bzw. Verbrauchswerte der letzten drei zusammenhängenden Jahre, dazu Baujahr, Wohnfläche und Heizungsart.
  2. Daten online eingeben: Im Formular des Anbieters tragen Sie die Werte in wenigen Minuten ein – ganz ohne Termin.
  3. Prüfung & Ausstellung: Der Aussteller berechnet den Energieverbrauchskennwert und registriert den Ausweis mit einer DIBt-Registriernummer (Pflicht für die Gültigkeit).
  4. Ausweis erhalten: Sie bekommen den fertigen Energieausweis als PDF – in der Regel in 2–3 Tagen, per Express oft am selben Tag.

Vor- und Nachteile

Der Verbrauchsausweis ist günstiger und schneller als der Bedarfsausweis und kommt ohne Vor-Ort-Begehung aus – dafür hängt sein Ergebnis vom Heizverhalten der Bewohner ab und er ist nicht für alle Gebäude zulässig.

Vor- und Nachteile des Verbrauchsausweises Stand: 10.07.2026
VorteileNachteile
Günstiger und schneller als der Bedarfsausweis Ergebnis hängt vom Heizverhalten der Bewohner ab
Keine Vor-Ort-Begehung nötig, oft am selben Tag möglich Weniger objektiver Gebäudevergleich als beim Bedarfsausweis
Bildet den realen Verbrauch ab Nicht für alle Gebäude zulässig

Was der Verbrauchsausweis kostet, zeigt die Seite Energieausweis Kosten (online meist ab 69,90 €). Einen rechtsgültigen Verbrauchsausweis gibt es allerdings nicht kostenlos – warum kostenlose Rechner keinen gültigen Ausweis ersetzen, erklärt der Abschnitt Kostenloser Energieausweis.

Häufige Fragen zum Verbrauchsausweis

Was ist ein Verbrauchsausweis?

Ein Verbrauchsausweis weist die energetische Qualität eines Gebäudes auf Basis des tatsächlichen Energieverbrauchs der letzten drei Jahre aus. Er ist einfacher und günstiger als der Bedarfsausweis, hängt aber vom Heizverhalten der bisherigen Bewohner ab.

Wann ist ein Verbrauchsausweis zulässig?

Für die meisten Gebäude ist der Verbrauchsausweis erlaubt. Nicht zulässig ist er unter anderem für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen mit Bauantrag vor dem 1. November 1977, die nicht auf den Stand der 1. Wärmeschutzverordnung modernisiert wurden – hier ist der Bedarfsausweis Pflicht.

Welche Unterlagen brauche ich für den Verbrauchsausweis?

Die Heizkostenabrechnungen bzw. Verbrauchsdaten der letzten drei zusammenhängenden Jahre sowie Angaben zu Baujahr, Wohnfläche und Heizungsart. Aus diesen Daten wird der Energieverbrauchskennwert ermittelt.

Ist der Verbrauchsausweis aussagekräftig?

Er zeigt den realen Verbrauch, hängt aber stark vom Nutzerverhalten ab. Sparsame Bewohner ergeben einen guten Wert, auch wenn das Gebäude technisch schwach ist – und umgekehrt. Für eine objektive Gebäudebewertung ist der Bedarfsausweis besser geeignet.

Zuletzt aktualisiert am 2026-07-10.